Altar

Sternbild am:
Südhimmel
Sichtbarkeit:
nicht sichtbar
Max. Gesamthelligkeit:
2,85 mag
Fläche:
237 deg
Rektaszenzion:
16h 34m 17s bis 18h 10m 41s
Deklination:
−67° 41′ 26″ bis −45° 29′ 10″
Sterne heller als 3 mag:
2
Hellster Stern:
β Ara
Altar

Das Sternbild Altar/Ara

Obwohl nur sehr klein, ist der Altar einprägsam. Er ist eines der 48 von Ptolemäus im antiken Griechenland beschriebenen Sternbilder. Leider können wir es von Mitteleuropa aus nicht sehen, da es ein südlicher Nachbar des raumgreifenden Skorpions ist. Ara beherbergt keine Meteorströme. Sein hellster Stern ist β Ara. Dieser ist ein sogenannter sonnenähnlicher Stern und ist etwas heller als unsere Sonne.

Sichtbarkeit und Ort

Altar oder Ara ist als Sternbild des Südhimmels in Mitteleuropa nicht zu beobachten. Vollständig zu sehen ist es von 25° Nord bis 90° Süd. Seine unmittelbaren Nachbarn sind der Skorpion, das Winkelmaß, Südliches Dreieck, Paradiesvogel, Pfau, Teleskop und Südliche Krone.

Ara soll die Form eines Altares darstellen, man kann ihn sich als einen (gekippten) Tisch aus Strichen vorstellen: Unten befindet sich ein schmaler Querstrich, darauf ein aufrechter Strich (das Tischbein) und obendrauf wieder quer die etwas größere Altarplatte. Man findet den Altar südlich des Skorpiones am südlichen Sternenhimmel. Durch seine Lokation inmitten der Milchstraße weist er viele offene Sternhaufen auf, denn um ihn ist eine sternenreiche Gegend. Am besten sichtbar ist er mitternachts Mitte Juli. Auch den Skorpion sieht man bei uns nur knapp über dem Horizont. Dementsprechend muss man sich in unseren Breitengraden damit begnügen, z.B. den Skorpion zu betrachten und sich den Altar noch weiter südlich von ihm zu denken.

Geschichte und Mythologie

Der Altar oder lateinisch Ara war bereits in der griechischen antiken Astronomie bekannt. Eudoxos von Knidos, ein griechischer Mathematiker und Naturphilosoph, gab dem Altar den Namen, und zwar schon 400 vor Christi Geburt. Man sah ihn damals noch als dreibeiniges Weihrauchfässchen.

Obwohl klein und unauffällig, kannten schon die Griechen und ömer den Altar. Dass er von Südeuropa zu sehen war, erklärt sich durch die Präzession, die Verschiebung, die bewirkt, dass die Sternbilder in unserem Sichtfeld über die Jahrtausende „wandern“. Eudoxos, der griechische Namensgeber, sah in ihm einen Räucheraltar, und zwar den des Centauren Cheiron. Laut Sage hat dieser einen Wolf auf dem Altar geopfert. Auch Wolf und Cheiron sind daher als Sternbilder am Himmel zu finden, so wie man häufig mehrere Protagonisten griechischer Sagen in Himmelsbildern verewigt sieht. Natürlich gibt es auch noch eine andere Version: Nach dieser gehörte der Altar Hephaistos (Gott des Feuers und der Metallkünstler), und an ihm verschworen sich Götter gegen Titanen.