Pendeluhr

Sternbild am:
Südhimmel
Sichtbarkeit:
nicht sichtbar
Max. Gesamthelligkeit:
3,85 mag
Fläche:
249 deg
Rektaszenzion:
2h 12m 49s bis 4h 20m 18s
Deklination:
-67° bis -39°
Sterne heller als 3 mag:
0
Hellster Stern:
Hor
Pendeluhr

Das Sternbild

Das Sternbild Pendeluhr oder Horologium zählt zu den von Lacaille benannten Sternbildern, trägt also den Namen einer technischen Gerätschaft. Der hellste Stern des Sternbildes nennt sich α Hor und leuchtet orangefarben. In der Nähe des Sternbildes finden wir Kugelsternhaufen. Da das Sternbild nicht auf der Milchstraße liegt, werden durch die sternarme Umgebung Einblicke in weiter entfernte Bereiche des Alls möglich, da diese nicht vom Licht der Milchstraße überstrahlt werden.

Sichtbarkeit und Ort

Die Pendeluhr ist klein und dezent und aufgrund ihrer Lage von 23° Nord bis 90° Süd bei uns in Mitteleuropa nicht zu betrachten. Seine Nachbarn sind Eridanus, Kleine Wasserschlange, Netz, Schwertfisch und Grabstichel. Die Pendeluhr beschreibt einen Sternenkette, die am Ende nach rechts in einem fast rechten Winkel abgeknickt ist. Um es zu finden, muss man sich erstens auf der Südhalbkugel befinden und zweitens nach Achernar, dem hellen Sterne des Flusses Eridanus Ausschau halten. Westlich von diesem lichstarken Stern ist die Pendeluhr verortet. Nur den Hauptstern des Bildes sehen wir ganz im Süden Deutschlands knapp über dem Horizont im Süden.

Geschichte und Mythologie

Nicolas Louis de Lacaille benannte das Sternbild lateinisch Horologium Oscillitorium. Es war eines von 15 neuen Sternbildern, die Lacaille bei der Bemühung, den Südhimmel organisierter zu beschreiben, erfand bzw. definierte. Gemeint mit dem Namen ist übrigens nicht die klassische Pendeluhr, die im Wohnzimmer steht, sondern eine sogenannte astronomische Pendeluhr, welche zum Messen des Meridiandurchganges geeignet war. Erfunden wurde dieses Gerät von Christiaan Huygens.